Technisches Sicherheitskonzept


Das geplante Sicherheitssystem verhindert durch mehrere Schutzschichten, dass in Zukunft Stoffe aus der Deponie ins Grundwasser gelangen. Der Aufbau folgt der Deponieverordnung (DepV).

Das Basisabdichtungssystem aus Schichten mit zwei Abdichtungskomponenten

Bevor Abfälle auf die neue Deponiefläche gelangen, errichten wir eine mehrstufige Abdichtung. Von unten nach oben:

Schicht 1 – Geologische Barriere (mind. 50 cm) Der natürliche Untergrund wird so vorbereitet, dass er selbst als erste Schutzschicht wirkt. Wo nötig, wird der Boden entsprechend ertüchtigt.

Schicht 2 – Mineralische Dichtung (regulär 50 cm) Eine verdichtete Tonschicht schließt den Untergrund ab. Ton ist von Natur aus wasserundurchlässig. Das ist die zweite, untere Abdichtungskomponente.

Schicht 3 – Kunststoffdichtungsbahn (2,5 mm) Eine chemikalienresistente Folie über der Tonschicht verhindert, dass Sickerwasser in tiefere Schichten eindringt. Das ist die erste, obere Abdichtungskomponente.

Schicht 4 – Schutzlage Eine mineralische Schutzlage mit Vlies schützt die darunter liegende Folie vor unzulässigen Spitzendruckbeanspruchungen

Schicht 5 – Drainageschicht (Kies): Eine Kiesschicht über der Folie leitet das Sickerwasser kontrolliert ab und führt es in Sammeltanks am Mittellandkanal.

 

Dieser Aufbau entspricht den Anforderungen der deutschen Deponieverordnung (DepV) und dem aktuellen Stand der Technik.

Auch zur Oberfläche hin sieht das Vorhaben, gemäß der deutschen Deponieverordnung (DepV) und dem aktuellen Stand der Technik, eine Oberflächenabdichtung vor. Als zweite Abdichtungskomponente ist hier eine Bentonitmatte vorgesehen.

Den geplanten Aufbau der beiden Systeme können Sie unten betrachten:

 

Hier finden Sie weitere wichtige Fragen und Informationen zum Thema „Technisches Sicherheitssystem“

Sickerwasser entsteht, wenn Regenwasser durch die Deponie sickert und dabei Stoffe aufnimmt. Es wird vollständig aufgefangen, in Tanks am Mittellandkanal gesammelt und anschließend fachgerecht gereinigt oder entsorgt. Das Oberflächenwasser, das auf das Gelände zufließt, wird über einen separaten Graben um die Deponie herumgeleitet und kommt nicht in Kontakt mit dem Deponat.

Jeder Stoff muss vor der Anlieferung am Entstehungsort analysiert werden. Diese Deklarationsanalyse ist gesetzlich vorgeschrieben. Bei der Anlieferung wird geprüft, ob das Material der Ankündigung entspricht. Stichprobenartige Kontrollen ergänzen das Verfahren. Entspricht eine Lieferung nicht den Vorgaben, wird sie zurückgewiesen. Jede Ablagerung wird in einem digitalen Kataster dokumentiert.

Asbesthaltige Materialien werden am Entstehungsort dicht verpackt – in Spezialfolien oder Bigbags, die eine Faserfreisetzung verhindern. Transport und Einlagerung erfolgen im verpackten Zustand. Verpackungen werden auf dem Gelände nicht geöffnet. Das Material wird nach dem Einbau sofort abgedeckt. Alle Arbeiten unterliegen den Arbeitsschutzvorschriften (TRGS 519) und werden behördlich überwacht.

Seit 2019 wird im Auftrag der HK-RUG an mehreren Messstellen rund um das Gelände und unter dem Gelände das Grundwasser regelmäßig gemessen. Während des Betriebs führen wir diese Überwachung fort und weiten sie aus. Die Ergebnisse melden wir den Behörden.

Noch Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne. Wir sind für Sie da.